Forum: Energie und Gesellschaft
Seit einigen Jahren hat sich eine sehr aktive Gruppe etabliert, die ohne ideologische Scheuklappen über Hintergründe der Energienutzung informiert.



Wichtig: dies ist KEINE Information der links genannten Gruppe, sondern die private Ansicht von J. Leupold
Solar na klar!



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CASTOR-Transport im November 2003unten


 


  Wendisch Evern ist im November 2003 kein Brennpunkt des Protestes gewesen. Die vielen Polizisten sollten sicherstellen, dass der beschlossene Transport durchgeführt werden kann.

Die große Menge an Polizeikräften, der Anblick von Hunden oder der Lärm von kreisenden Hubschraubern erzeugt bei manchen Bürgern Ängste. Das sollte aber nicht dazu führen, Hass gegen die Polizei zu entwickeln - die tut ihre Arbeit und hätte es sicher lieber, wenn sie sich um andere Dinge kümmern könnte, statt mit sich „Katz und Maus“ spielen zu lassen.
  Die Grenzen dessen, was als berechtigte Demonstration von Bürgerrechten angesehen wird und was eher in Richtung Gewalt geht, haben sich in den letzten Jahren weit verschoben. Vielen älteren Menschen muss man nicht ausdrücklich sagen, dass ein Bahngelände kein Demo-Gelände ist. Für sie wäre es selbstverständlich, dass sie weggehen, wenn sie dazu von der Polizei dazu aufgefordert werden. Man müsste sie nicht wegtragen.  
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  Den folgenden Text habe ich netterweise von Herrn Kaldinski (Pressestelle der Polizei Rotenburg) bekommen. Ich hatte ihn darum gebeten.   Den folgenden Text habe ich netterweise von Herrn Kaldinski (Pressestelle der Polizei Rotenburg) bekommen. Ich hatte ihn darum gebeten.  
 
Es geht auch ohne Gewalt...
Wer wie ich seit 25 Jahren ins Wendland fährt, um dort für Sicherheit und Ordnung zu sorgen, hat dort in der Regel schon einiges erlebt: Böse Worte und Ablehnung, Steine und andere harte Gegenstände. Natürlich auch einen Staat, der Stärke zeigt. In den Anfangsjahren des Gorleben-Konflikts gab es unbestritten eine gewisse "Sprachlosigkeit" - auf beiden Seiten.
Seit Einführung des Konfliktmanagements im Jahre 2001 wollen wir ganz bewusst auf die Bürger zugehen, ihren Konflikt verstehen lernen, mit ihnen reden, Missverständnisse ausräumen. Als ich im Herbst 2003 (zur Betreuung der Medien) am Protest-Laternenumzug in Wendisch-Evern teilnahm, wurde mir eines klar: Es geht auch anders! Ruhige und besonnene Aussprache über die eigenen Konflikte, Verständnis für den andern zeigen und ein freundlicher Umgang.
 

Die Bürgerinnen und Bürger von Wendisch-Evern zeigten einen bunten Protest: ein beleuchteter Kürbis und gelbe X-Laternen. Plakate mit besonnenen Mahnungen. Auf dem Marsch durch den Ort hatte ich viele interessante Gespräche: Über die historische Seite des Konflikts, neue Energien (ich habe eine Photovoltaik-Anlage)und die unbestrittenen Gefahren der Atomenergie. Ich hatte Gelegenheit, die Seite der Polizei zu verdeutlichen: Auf der Seite des Rechtsstaats an die Gesetze gebunden, der politischen Mehrheit Geltung verschaffend und demokratisch.
Kann aus dieser Atmosphäre Gewalt entstehen? Ich denke nicht. Und ich hoffe, dass wir dieses Klima des Vertrauens konservieren können. Damit Hass und Steine der Vergangenheit angehören. Nach Wendisch-Evern komme ich auf jeden Fall gern wieder!
Detlev Kaldinski
 
  Persönliche Bemerkung:      
 
Suchen Sie mal im Internet nach „Wendisch Evern“. Sie finden zuerst Unmengen von teilweise ziemlich alten Hinweisen auf „Castor“-Protest-Aktionen. Über das Dorf findet man zunächst wenig. Aber in Wendisch Evern besteht die Welt nicht nur aus Protest. Im Gegenteil!
Ich unterstütze Proteste gegen die Produktion von Einsatz Atom-Müll! Wir alle müssen uns selbstverständlich dagegen wenden, dass der Atommüll, der woanders entstanden ist, im Wendland für ewig abgelagert wird. In anderen Bundesländern wurde mit der Kernenergie, bei deren Produktion schließlich der Atommüll entstanden ist, Geld verdient und es sind Arbeitsplätze entstanden.
Die Menschen im Wendland haben aber nur wenig Vorteile von der Erzeugung der Kernenergie gehabt! Ihr Protest ist darum verständlich. Ein Endlager gibt es noch nicht. Wo es mal sein wird, weiß noch keiner. Es
  ist zu befürchten, dass in Gorleben vollendete Tatsachen geschaffen werden. Das darf nicht sein!Der „Castor“ und der „Castor-Transport“ sind zu Symbolen geworden und es ist zu befürchten, dass bei Protesten bloß diese Symbole bekämpft werden und dass die Ursache des Problems aus dem Blick gerät. Wir selber haben die Probleme geschaffen: es ist unser sehr oft gedankenloser Umgang mit Energie, unsere maßlose Energieverschwendung unter der wir jetzt zu leiden haben. Wir müssen endlich anfangen umzudenken. Wir dürfen nicht in wenigen Jahren wertvolle Energien verjubeln und unsere Kinder mit den Problemen sitzen lassen. Der effektivste Protest: sparsam mit Energie umgehen!
In Wendisch Evern gibt es gute Beispiele: Einige Hausbesitzer haben viele Gedanken und viel Geld investiert, um Anlagen zu bauen, die helfen können insbesondere elektrische Energie oder Heizöl und Erdgas zu sparen.
J. Leupold
 
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  Energiequellen      
  Kraftwerke: Weil sich elektrische Energie nicht speichern lässt, muss zu jeder Zeit des Tages so viel Energie bereit gestellt werden, wie gebraucht wird. Durch den geschickten Einsatz von verschiedenen Kraftwerkstypen versuchen die Energieversorger das Kunststück hinzukriegen, dass das gerade so eben und ohne große Verluste passt. Grundlast-Kraftwerke laufen ohne Unterbrechung dauernd Tag und Nacht, Mittellast-Kraftwerke werden dazugeschaltet, wenn der Energiebedarf höher ist - am Vormittag und am Nachmittag. Sie müssen anlaufen, bevor es zu einem Engpass kommt. Spitzenlast-Kraftwerke (z.B. kurzfristig innerhalb von Minuten zusätzlich eingesetztwerden, wenn z.B. bei Arbeitsbeginn oder mittags sehr viel elektrische Energie gebraucht wird.   Sonnenkollektoren sammeln die Sonnenwärme für die Heizung und sparen damit Heizöl, vermeiden Luftschadstoffe und Erwärmung der Atmosphäre. Flachkollektoren haben einen relativ geringen Wirkungsgrad, sie kosten weniger als andere Kollektoren, Vakuum-Röhrenkollektoren sind relativ teuer, sie können aber pro Quadratmeter erheblich mehr „Wärme“ sammeln.  
Solarzellen erzeugen aus der Sonnenstrahlung (u.a. Licht) elektrischen Strom, ohne dass Schadstoffe entstehen. Solarzellen haben noch einen ziemlich niedrigen Wirkungsgrad. Sie nutzen das Energie-Angebot von der Sonne nur zu weniger als einem Fünftel aus. Sie sind auch noch ziemlich teuer. Hier rächt es sich, dass zu lange zu viel Geld in die Entwicklung von Kernenergie investiert wurde.(Informationen zu „Solarzelle“)
Wärmekraftwerke haben einen relativ niedrigen Wirkungsgrad - sie verschwenden einen sehr großen Teil der Primärenergie. Diesen verschwendeten Teil kann eine Wärmepumpe fast ganz wieder ausgleichen.
Kraftwerke arbeiten immer mit Verlust. Das ist ein unabänderliches Prinzip der Thermodynamik. Um 1 kWh elektrische Energie zu erzeugen, müssen sie ca. 3 kWh andere Energie einsetzen. Mit dem größten Teil der Energie wird die Umwelt geheizt.
Energie aus Biomasse: Pflanzen speichern Energie von der Sonne. Sie nehmen CO2 auf und binden es. Durch Verbrennen oder Verrotten oder andere Verfahren kann die gespeicherte Energie wieder freigesetzt werden. Dabei wird nur wieder so viel CO2 abgegeben, wie vorher beim Wachsen gebunden worden ist. Diese Energiegewinung scheint also CO2-neutral zu sein. Allerdings muss bei der Bodenbearbeitung, bei der Ernte und der Weiterverarbeitung zusätzliche Energie eingesetzt werden. Die Energie-Bilanz von Biomasse darum ist nicht so gut, wie man denken sollte!
Bei der Energiegewinnung aus Biomasse kann die Wärme (Wärmepumpe) genutzt werden oder das brennbare Gas (Turbine-Generator > Elektrizität).
 
Die Brennstoffzelle: In ihr verbinden sich Wasserstoff und Sauerstoff. Dabei entsteht chemisch reines Wasser und Energie. Der Wasserstoff kann mit Hilfe von Solarzellen erzeugt werden. Das ist in südlichen Ländern besonders effektiv. Z.B. in der Sahara)*. Dort könnte mit Solarstrom aus Solarzellen Wasserstoff erzeugt werden, der z.B. nach Europa transportiert wird. In Brennstoffzellen reagiert der Wasserstoff dann mit Sauerstoff aus der Luft. Es entsteht elektrische Energie und Wasser. Dieser Prozess verläuft vollständig „sauber“ ohne dass schädliche Stoffe entstehen. Allerdings gibt es ganz erhebliche noch nicht gelöste Speicher- und Transportprobleme. (Informationen zur Brennstoffzelle)
Im Ruhrgebiet gibt es ein seit vielen Jahrzehnten funktionierendes industrielles Wasserstoff-Leitungsnetz. Die „Wasserstoff-Technologie“ sollte also anwendbar sein.
  Wärmedämmung: ist die wohl effektivste Möglichkeit mit Energie sinnvoll umzugehen (Passivhaus, Niedrigenergiehaus, Null-Energie-Haus). Durch bauliche Maßnahmen wird dafür gesorgt, dass keine Energie das Haus verlässt, dass aber z.B. Sonnenenergie in das Haus gelangen kann. Wir verplempern in unseren Häusern zu viel Energie und wir nutzen die vorhandene Energie viel schlecht aus. Auch unser Anspruch an eine ununterbrochene und billige Versorgung mit (elektrischer) Energie ist enorm hoch. Wer nicht bereit ist, im Winter auch im Haus sich der Jahreszeit entsprechend anzuziehen, handelt verantwortungslos.
Noch vor gut 50 Jahren musste der Brennstoff Holz mit eigener Kraft aus dem Wald geholt werden. Zwei Leute haben tagelang das Holz zu Klötzen gesägt. Über Wochen wurde Holz gehackt und aufgestapelt. Zum Heizen musste es ins Haus geholt werden und später mussten diie Öfen sauber gemacht werden - All dies hat den Menschen ein Gefühl dafür vermittelt, dass ein warme Stube etwas Wertvolles ist. Dies Gefühl ist uns verloren gegangen!
 
  >> weitere Informationen   Solarzellen  
  Energiesparen im Haushalt   EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz)  
  Viele weitere Informationen im „Umwelt-Lexikon   Liste von Hersteller-Firmen, die sich mit Photovoltaik befassen  
  Kann Solarstrom konventionelle Kraftwerksleistung ersetzen?      
         
 
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