Forum: Energie und Gesellschaft
Seit einigen Jahren hat sich eine sehr aktive Gruppe etabliert, die ohne ideologische Scheuklappen über Hintergründe der Energienutzung informiert.



Wichtig: dies ist KEINE Information der links genannten Gruppe, sondern die private Ansicht von J. Leupold
Solar na klar!


  zur Hauptseite   > weitere Informationen (auch Adressen)  
  Energiequellen      
  Kraftwerke: Weil sich elektrische Energie nicht speichern lässt, muss zu jeder Zeit des Tages so viel Energie bereit gestellt werden, wie gebraucht wird. Durch den geschickten Einsatz von verschiedenen Kraftwerkstypen versuchen die Energieversorger das Kunststück hinzukriegen, dass das gerade so eben und ohne große Verluste passt. Grundlast-Kraftwerke laufen ohne Unterbrechung dauernd Tag und Nacht, Mittellast-Kraftwerke werden dazugeschaltet, wenn der Energiebedarf höher ist - am Vormittag und am Nachmittag. Sie müssen anlaufen, bevor es zu einem Engpass kommt. Spitzenlast-Kraftwerke (z.B. kurzfristig innerhalb von Minuten zusätzlich eingesetztwerden, wenn z.B. bei Arbeitsbeginn oder mittags sehr viel elektrische Energie gebraucht wird.   Sonnenkollektoren sammeln die Sonnenwärme für die Heizung und sparen damit Heizöl, vermeiden Luftschadstoffe und Erwärmung der Atmosphäre. Flachkollektoren haben einen relativ geringen Wirkungsgrad, sie kosten weniger als andere Kollektoren, Vakuum-Röhrenkollektoren sind relativ teuer, sie können aber pro Quadratmeter erheblich mehr „Wärme“ sammeln.  
Solarzellen erzeugen aus der Sonnenstrahlung (u.a. Licht) elektrischen Strom, ohne dass Schadstoffe entstehen. Solarzellen haben noch einen ziemlich niedrigen Wirkungsgrad. Sie nutzen das Energie-Angebot von der Sonne nur zu weniger als einem Fünftel aus. Sie sind auch noch ziemlich teuer. Hier rächt es sich, dass zu lange zu viel Geld in die Entwicklung von Kernenergie investiert wurde.(Informationen zu „Solarzelle“)
Wärmekraftwerke haben einen relativ niedrigen Wirkungsgrad - sie verschwenden einen sehr großen Teil der Primärenergie. Diesen verschwendeten Teil kann eine Wärmepumpe fast ganz wieder ausgleichen.
Kraftwerke arbeiten immer mit Verlust. Das ist ein unabänderliches Prinzip der Thermodynamik. Um 1 kWh elektrische Energie zu erzeugen, müssen sie ca. 3 kWh andere Energie einsetzen. Mit dem größten Teil der Energie wird die Umwelt geheizt.
Energie aus Biomasse: Pflanzen speichern Energie von der Sonne. Sie nehmen CO2 auf und binden es. Durch Verbrennen oder Verrotten oder andere Verfahren kann die gespeicherte Energie wieder freigesetzt werden. Dabei wird nur wieder so viel CO2 abgegeben, wie vorher beim Wachsen gebunden worden ist. Diese Energiegewinung scheint also CO2-neutral zu sein. Allerdings muss bei der Bodenbearbeitung, bei der Ernte und der Weiterverarbeitung zusätzliche Energie eingesetzt werden. Die Energie-Bilanz von Biomasse darum ist nicht so gut, wie man denken sollte!
Bei der Energiegewinnung aus Biomasse kann die Wärme (Wärmepumpe) genutzt werden oder das brennbare Gas (Turbine-Generator > Elektrizität).
 
Die Brennstoffzelle: In ihr verbinden sich Wasserstoff und Sauerstoff. Dabei entsteht chemisch reines Wasser und Energie. Der Wasserstoff kann mit Hilfe von Solarzellen erzeugt werden. Das ist in südlichen Ländern besonders effektiv. Z.B. in der Sahara)*. Dort könnte mit Solarstrom aus Solarzellen Wasserstoff erzeugt werden, der z.B. nach Europa transportiert wird. In Brennstoffzellen reagiert der Wasserstoff dann mit Sauerstoff aus der Luft. Es entsteht elektrische Energie und Wasser. Dieser Prozess verläuft vollständig „sauber“ ohne dass schädliche Stoffe entstehen. Allerdings gibt es ganz erhebliche noch nicht gelöste Speicher- und Transportprobleme. (Informationen zur Brennstoffzelle)
Im Ruhrgebiet gibt es ein seit vielen Jahrzehnten funktionierendes industrielles Wasserstoff-Leitungsnetz. Die „Wasserstoff-Technologie“ sollte also anwendbar sein.
  Wärmedämmung: ist die wohl effektivste Möglichkeit mit Energie sinnvoll umzugehen (Passivhaus, Niedrigenergiehaus, Null-Energie-Haus). Durch bauliche Maßnahmen wird dafür gesorgt, dass keine Energie das Haus verlässt, dass aber z.B. Sonnenenergie in das Haus gelangen kann. Wir verplempern in unseren Häusern zu viel Energie und wir nutzen die vorhandene Energie viel schlecht aus. Auch unser Anspruch an eine ununterbrochene und billige Versorgung mit (elektrischer) Energie ist enorm hoch. Wer nicht bereit ist, im Winter auch im Haus sich der Jahreszeit entsprechend anzuziehen, handelt verantwortungslos.
Noch vor gut 50 Jahren musste der Brennstoff Holz mit eigener Kraft aus dem Wald geholt werden. Zwei Leute haben tagelang das Holz zu Klötzen gesägt. Über Wochen wurde Holz gehackt und aufgestapelt. Zum Heizen musste es ins Haus geholt werden und später mussten diie Öfen sauber gemacht werden - All dies hat den Menschen ein Gefühl dafür vermittelt, dass ein warme Stube etwas Wertvolles ist. Dies Gefühl ist uns verloren gegangen!
 
  >> weitere Informationen   Kann Solarstrom konventionelle Kraftwerksleistung ersetzen?  
  Energiesparen im Haushalt   EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz)  
         
 
zur Hauptseite